Hier finden Sie aktuelle Artikel

Am 21. Oktober 2018 begann das neue Programm 2018/19, das wieder aktuelle, gesellschaftspolitische Themen näher betrachten möchte, wozu wir herzlich einladen. Wir hoffen, dass wir auch im 19ten Jahr des Bestehens viele interessierte Zuhöhrer begrüßen können.

Das letzte Programm 2017/18 besuchten im Schnitt etwa 50 Personen jede Matinee.

Im Archiv können Sie alle Themen und Referenten des TQT seit 2001 erfahren; seit 2006 sind auch die Inhalte der Matineen archiviert.

Gäste, die sich für den E-Mail-Service angemeldet haben, und Mitglieder werden vor jeder Veranstaltung entsprechend informiert.


Und hier Verweise zu weiteren aktuellen Artikeln und Matinee-Berichten:

Politisches Gebet am 20.03.2019: Frieden gibt es nur im Plural
Matinee am 17.03.2019: Nachhaltige Entwicklung- ...
Außerordentliche Mitgliederversammlung am 21.03.2019, 19:30 Uhr
Matinee vom 17.02.2019: Lasst uns den Menschen machen ...
Matinee vom 13.01,2019: Islam in der Krise - eine Weltreligion zwischen Radikalismus und stillem Rückzug.
Die Matinee vom 09.12.2018: Ohne Waffen - Zivil gegen Krieg und Gewalt
● "Ist Gott noch zu retten" Matinee vom 18.11.2018
Die Kriterien zur Themenwahl für Matineen
Das Programm 2018/19
Mitgliederversammlung am 11.10 2018
Politsches Gebet vom 25. September 2018
Karl Max zum 200. Geburtstag vom 21.10.18, ein Rückblick
18 Jahre TQT und 12 Jahre TQT e.V.

Mitglied des TQT werden . Sie könnten so helfen, den Ideenreichtum und die Unabhängigkeit des Vereins zu fördern und zu sichern.



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Kriterien zur Themenwahl

Bei der Themenwahl folgt das TQT bezüglich der Inhalte grundsätzlich diesen Bereichen:

● Kirche und Theologie
● Frieden (Initiativen / Politik)
● Gesellschaftsentwicklung
● andere Religionen, Weltanschauungen
● Naturwissenschaften
● Humanwissenschaften
● Kunst und Humor

und für alle Themen gilt:

● die Betrachtung ethischer und christlicher Grundsätze

Wir vom TQT freuen uns, wenn Sie die eine oder andere Matinee interessiert und hoffen auf ein Wiedersehen zum Programm 2018/19.

Wie in den vergangenen Jahren erhalten Sie - falls Sie sich für den TQT-Service entschieden haben - etwa eine Woche vor jeder Veranstaltung eine E-Mail mit der Ankündigung und einer Kurzinformation.



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Das Programm 2018/19

Die Tabelle zeigt im Überblick die sechs Matineen des Programms 2018/2019 und im Anschluss weitere Termine falls noch weitere hinzukommen (z.B. Politisches Gebet)



Die Sonntagsmatineen

Datum Matinee-Titel Referent
21. Oktober 2018 Karl Marx zum 200. Geburtstag: Seine Kapitalismuskritik zu studieren lohnt sich Prof. Dr. Rudolf Hickel, Bremen
18. November 2018 Ist Gott noch zu retten? Detlef Hein, Wittlich
09. Dezember 2018 Ohne Waffen - Zivil gegen Krieg und Gewalt Dr. Christine Schweitzer, Hamburg
13. Januar 2019 Islam in der Krise - Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug Dr. Michael Blume, Stuttgart
17. Februar 2019 Lasst uns Menschen machen Prof. Dr. Thomas Weißer, Bamberg
17. März 2019 Nachhaltige Entwicklung - Ethisches Prinzip und politische Strategie Dr. Albert Statz, Berlin


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Politisches Gebet am 20.03.2019, 19 Uhr

Frieden gibt es nur im Plural

Sie mögen denken: „Schon wieder das Thema Frieden“. Ja, es ist ein Dauerbrenner, so lange es Kriege gibt.

Aber ist es nicht notwendig, den alten Menschheitstraum wach zu halten, bis er wahr geworden ist?

Das Thema wurde von zwei Ereignissen, die 100 und 80 Jahre zurückliegen, angeregt:

1919: Der Versailler Vertrag und weitere Verträge haben eine neue Weltordnung geschaffen, neue Staaten, neue Grenzen, neue Verfassungen. Eine Vielzahl von Krisen und Konflikten blieb ungelöst. Die „Urkatastrophe“ des 1. Weltkriegs setzte sich fort in Revolutionen, Bürgerkriegen, Grenzstreitigkeiten und Vertreibungen –

bis zum neuen Krieg 1939.

Wenn die Waffen schweigen, beginnt die Friedensarbeit. Der Friedensforscher Johan Galtung unterscheidet einen negativen und einen positiven Frieden. Ersterer besteht in der Abwesenheit von Gewalt, der positive Frieden aus den Elementen, die den Frieden erst ermöglichen. Der Frieden braucht Bausteine, von der sozialen Gerechtigkeit bis zur Demokratie; und die Baustelle ist nie geschlossen. Friede ist keine Einzelaktion, sondern ein Dauerunternehmen und Dauerlernprozess für alle.




In Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde, Trier,
Katholischen Studierenden Jugend (KSJ),
und mit Pax Christi, Trier



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Matinee am 17.03.2019

Nachhaltige Entwicklung -
Ethisches Prinzip und politische Strategie

Dr. Albert Stats, Berlin

Albert Statz ist Politologe. Er war viele Jahre als Dozent an der Freien Universität Berlin tätig und politisch für Bündnis 90 / Die Grünen aktiv, unter anderem als Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin 1989-90. Seit 1992 Verwaltungsbeamter, zuletzt als Referatsleiter im Bundesumweltministerium zuständig für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie. Nach der Pensionierung Mitglied des Beirates für nachhaltige Entwicklung Brandenburg von 2008-2014.

Der Mensch greift durch sein Handeln in die Natur ein. Er schafft dabei Risiken, die das menschliche Leben auf dem Planeten grundlegend verändern und das Überleben selbst gefährden können, zum Beispiel Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen durch den Klimawandel und Verlust der Biodiversität. Das Konzept der Nachhaltigkeit analysiert diese Entwicklungen und fragt nach den ethischen Grundlagen nachhaltiger Politik.

Papst Franziskus hat die Bewahrung der Schöpfung zum Kern seiner Enzyklika „Laudato si‘“ gemacht. Politisch sind konkrete Nachhaltigkeitsstrategien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene formuliert worden. Sie machen es notwendig, neue politische Verantwortung zu übernehmen. Wie stehen persönliches Handeln, gesellschaftliche Verhältnisse und eine Politik der Nachhaltigkeit zueinander? Dieser Frage soll systematisch und anhand konkreter Beispiele nachgegangen werden.



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Mitgliederversammlung am 21. März 201l9

Infolge beruflicher Neuorientierung zweier Vorstandsmitglieder müssen deren Aufgaben laut Satzung neu besetzt werden. Hierzu ist eine Mitgliederversammlung erforderlich, zu der das TQT die Mitglieder einlädt.

Die außerordenliche Mitgliederversammlung beginnt am 21. März 2019 um 19:30 Uhr im Friedens- und Umweltzentrum (FUZ), Trier, Pfützenstraße 1.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Gäste herzlich willkommen sind.



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Matinee vom 17. Februar 2019

Der folgende Text ist der Ankündigungstext. Sobald ein aktueller Bericht vorliegt, wird er an dieser Stelle veröffentlicht.

Prof. Dr. Thomas Weißer, Bamberg

Lasst uns Menschen machen ….

Thomas Weißer
(Laubach) war nach dem Studium der Katholischen Theologie und Germanistik von 2006 bis 2012 Senderbeauftragter der Katholischen Kirche beim SWR Mainz. Seit 2012 ist er Professor für Theologische Ethik an der Universität Bamberg. Zu medizinisch-ethischen Themen hat er sich vielfach geäußert. Bekannt ist er auch als Autor neuer geistlicher Lieder (u.a. „Da berühren sich Himmel und Erde“).

In den letzten Jahrzehnten hat sich das biologische und medizinische Wissen explosionsartig vermehrt. Das Lebendes Menschen wird immer neuen Möglichkeiten der Einflussnahme und Kontrolle unterworfen: an seinem Anfang, wie an seinem Ende. Mit Genscheren sind Eingriffe in das Genom möglich, in der Petrischale lassen sich Embryonen untersuchen. Und auch Kopftransplantationen oder das Einfrieren kranker Menschen in der Hoffnung auf Heilungschancen in der Zukunft sind keine bloßen Fantasien mehr.

Was heißt das für das Zusammenleben der Menschen? Wie sieht eine christliche Perspektive auf diese und viele andere Eingriffe in das Leben aus? Diesen Fragen soll systematisch und konkret nachgegangen werden.



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Matinee vom 13. 01.19: Islam in der Krise -

Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug.

Vortrag von Dr. Michael Blume, Stuttgart

Michael Blume
studierte Religions- und Politikwissenschaft in Tübingen. Seit 2003 arbeitet er im Staatsministerium Baden-Württemberg und leitete von März 2015 bis Juli 2016 die Projektgruppe „Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak“.



Dr. Blume während des Vortrags

Das Amt des Beauftragten gegen den Antisemitismus übernahm er im März 2018 zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter des Referats „Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak“. Er ist mit einer Muslimin verheiratet und war Gründungsvorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) Region Stuttgart e.V.



Der Islam scheint selbstbewusst zu expandieren. Doch das Gegenteil ist der Fall: Das gegenwärtige Szenario ist Symptom einer weltweiten tiefen Krise des Islam.

Michael Blume verweist auf massive Säkularisierungsprozesse in der islamischen Welt. Er benennt, was die einstige Hochkultur in Krisen und Kriege stürzen ließ: Die bis heute spürbare Bildungskrise der islamischen Zivilisation begann schon im 15. Jahrhundert. Heute werden viele arabisch-islamische Staaten am Leben erhalten durch den Ölverkauf, der demokratische Entwicklungen behindert. Mangels einer schlüssigen Erklärung für den Niedergang übernehmen zahlreiche Muslime Verschwörungsmythen aus dem Westen und fördern damit weitere Akte terroristischer Gewalt.



Der Vortrag mit Bildern

Dr. Blume zeigte zu seinem sehr engagierten Vortrag viele Lichbilder zur Unterstützung des Gesagten, die er uns für diese Präsentation dankernswerterweise zur Verfügung stellte. Um sie den Erfordernissen des Internets anzupassen und mit Erläuterungen zu versehen, wurden - ohne Veränderung des Inhalts - Räume geschaffen, um Erläuterungen zu den Bildern einzufügen.



In den Bildern hinzugefügte Texte

Alle den Bildern nachtraglich hinzugefügte Texte sind durch rote Lettern gekennzichnet.

Beginnen Sie bei Bild 1.

Durch einen Klick in das Bild rufen Sie das folgende Bild auf; oder nach 100 Sekunden folgt automatisch das nächste Bild.





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Ohne Waffen Zivil gegen Krieg und Gewalt

Matinee am 9. Dezember 2018
Vortrag von Dr. Christine Schweitzer, Hamburg
vom Bund für Soziale Verteidigung e. V.

Ein Bericht von Norbert Bogerts
Bilder von W. Blasweiler

(Klick ins Bild, um es zu vergrößern)



Ulrich Dann während der Einführung

In der Einführung der Referentin verwies Ulrich Dann auf die immense Macht des militärisch-industriellen Komplexes und stellte die Frage, warum die Alternative der Konfliktlösung ohne Waffen, ohne militärische Gewalt so wenig in den Medien reflektiert wird.



Ohne Waffen Konflikte gewaltfrei bearbeiten

Frau Dr. Christine Schweitzer berichtete zunächst über ihren persönlichen Zugang zum Thema:
● Eingreifen in die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien in den 1990er Jahren.
● Nonviolent Peaceforce in den 2000ern.
● War Resisters’ International und BSV: Langjährige Kontakte zu gewaltfreien Aktivist*Innen in der Türkei, Westbalkan, Belarus.



Dr. Christine Schweitzer

Vorbemerkung

● Die Mehrzahl aller Opfer in Kriegen sind heute Zivilisten, bis zu 90%; im Jahr 1900 waren es geschätzt 10%. Sie werden oft absichtlich angegriffen oder als menschliche Schilde für Bewaffnete missbraucht.

● Rund 68,5 Millionen Menschen waren lt. UNHCR 2017 auf der Flucht vor Krieg und Gewalt.

● Es gibt eine tief sitzende Überzeugung, dass – sobald Krieg herrscht – man zivil nichts mehr tun kann, man brauche Soldaten, um Zivilisten zu schützen.

Historisch lässt sich allerdings festhalten, dass es während des Völkermordes in Ruanda keinen militärischen Eingriff von außen gab; in Afghanistan jedoch zwei: In den 80ern seitens der Sowjetunion und gut 10 Jahre später seitens der NATO. Die Konsequenzen sind bekannt:

Al Kaida hätte es nicht gegeben ohne US-Unterstützung im Kampf gegen die Sowjetunion; auch der IS wäre 2003 ohne westliche Intervention nicht entstanden.

Fazit: Militärisches Eingreifen führt zu neuen Konflikten und führt zur Spirale der Gewalt.

Es gab jedoch auch gewaltfreie Aufstände:

Chenoweth und Stephan (2011) zählten 107 gewaltfreie Aufstände („ziviler Widerstand“) im Zeitraum zwischen 1900 und 2006; sie waren deutlich erfolgreicher als gewaltsame, in den Jahren 2000 bis 2006 etwa viermal erfolgreicher.



Zivile Konfliktbearbeitung

(Sammelbegriff für tausende unterschiedliche Methoden und Ansätzen.)

Man versteht darunter die Bearbeitung von Konflikten ohne die Anwendung von militärischer oder anderer Gewalt und mit dem Ziel, eine Konflikttransformation zu erreichen, die die als berechtigt angesehenen Interessen aller Konfliktparteien berücksichtigt und zu einem nachhaltigen, friedlichen und gerechten Zusammenleben führt.



Wege der zivilen Konfliktbearbeitung:


1. Vermittlung und Verhandlung:

Das ist die Suche nach einer Verhandlungslösung für die wahrgenommenen Interessenkonflikte zwischen den Parteien. Parteien werden zu Verhandlungen gebracht, möglichst unter einer Top-Level-Mediation (z.B. hochrangige UN-Persönlichkeit), wobei der Dialog gefördert wird; Vorschläge für alternative politische Lösungen vorgelegt werden oder auch von der Zivilgesellschaft Druck auf die Politiker ausgeübt wird, dass sie eine Übereinkunft treffen.

Erfolgreich waren solche Verhandlungen z. B. beim Karfreitagsabkommen vom 10. April 1998 zwischen der Regierung der Republik Irland, der Regierung Großbritanniens und den Parteien in Nordirland.

Zu einem positiven Ergebnis führten in Kolumbien 2016 auch die Verhandlungen zwischen der Farc (linksgerichtete, sozialrevolutionäre Guerillabewegung FARC) und der Regierung.

Auch in Liberia übten die „Weißen Frauen“, (christliche und muslimische Frauen) mit gewaltfreien Aktionen Druck auf die Politiker aus, was schließlich zum Erfolg führte.


2. Ziviles Peacekeeping

Traditionelle gilt es als Aufgabe von Polizei und Militär, die Zivilbevölkerung zu schützen. Aber wo sie versagen, braucht es andere Mechanismen des Schutzes. Ziviles Peacekeeping meint den Schutz vor Zivilisten von Gewalt in Konfliktsituationen durch unbewaffnete Zivilisten. Diese sind vor Ort präsent und wenden vielfältige Instrumente an, Gewalt zu verhindern und Menschen zu schützen. Diese Aufgabe kann von internationalen und einheimischen Zivilisten wahrgenommen werden, so z. B. von den UN-Blauhelmen oder von gewaltfreien Zivilisten.

Dies fängt an mit konfliktsensibler humanitärer Hilfe, d. h. Hilfe, die so gestaltet wird, dass sie Konflikte nicht verschärft, sondern im Gegenteil zu Kooperation und gegenseitiger Unterstützung ermutigt.

Ein Bereich, in dem u. a. der Zivile Friedensdienst, aber auch viele andere zivilgesellschaftliche Initiativen tätig sind, ist der von Begegnung und Versöhnung: Treffen und Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Konfliktparteien organisieren; sozialarbeiterische Projekte (z. B. Jugendzentren, in denen Angehörige verfeindeter Gruppen zusammen Freizeitaktivitäten nachgehen) und Friedensbildung.

Es hilft auch, internationale Präsenz zu schaffen. Ist z. B. Presse vorhanden, so verhindert das manche Gewalttat, da potentielle Täter nicht beobachtet sein wollen.

Zivile Peacekeeper können auch Kontakte zu beiden Seiten aufbauen und so ein Vertrauensverhältnis schaffen, das Informationen von der einen Seite an die andere weitergibt um so Missinterpretationen, die zu Kämpfen führen könnten, zu vermeiden. So z. B. geschehen in einem philippinischen Dorf, deren Einwohner geschult waren.

Psychologische Hilfe bei der Traumaverarbeitung und verschiedene Ansätze der Wiederherstellung von Gerechtigkeit gehören ebenfalls hierzu.

Ein weiteres wichtiges Feld ist der wirtschaftliche Wiederaufbau, wenn er so gestaltet wird, dass er Gräben zuschüttet statt neue Gräben zwischen Arm und Reich, Männern und Frauen oder verschiedenen Volksgruppen aufzureißen.

Felder, in denen sich vor allem staatliche Hilfe organisiert, sind politische Maßnahmen wie Demokratieentwicklung, Durchführung von freien und fairen Wahlen, Staatsreformen und (Wieder-)Herstellung von Rechtsstaatlichkeit.
Entwicklung von Zivilgesellschaft, Förderung freier Medien und Menschenrechtsarbeit
sind weitere Bereiche, die in dieses Aufgabenfeld fallen.


3. Soziale Verteidigung

Der Grundgedanke lautet, der mögliche Aggressor lasse sich von einem Angriff abhalten, sobald er erkennt, dass er seine Kriegsziele nicht erreichen kann, weil die Bevölkerung die Zusammenarbeit mit ihm verweigern wird. Greift er trotzdem an, dann werden nicht die Grenzen verteidigt, sondern die eigene Lebensweise.

Ein Beispiel hierfür sind Muslime in Ruanda 1994. Sie beteiligten sich nicht am Krieg, gewährten aber potentiellen Opfern beider Seiten Unterschlupf und sagten den Angreifern, sie hätten sie schon verjagt oder getötet. Waren die Angreifer weg, konnten die Verfolgten wieder aus ihren Verstecken kommen. So retteten Muslime Tausende Menschenleben.

Ähnlich verhielten sich Ethnien in Afghanistan, die die Kooperation mit den Sowjetrussen, später auch den Taliban verweigerten, und so z.B. weiterhin Schulen für Mädchen betreiben konnten.


4. Konflikte rechtzeitig erkennen und bearbeiten

Konflikte können schnell erkannt werden. Hierbei ist z. B. das Auswärtige Amt hilfreich, aber auch zahlreiche NGOs tragen dazu bei.

Allerdings ist es so, dass für Militäreinsätze schnell Geld zur Verfügung gestellt wird, auch wenn eine Zuordnung zum Bundeshaushalt nicht erkennbar ist. NGOs müssen, um Mittel für ihre Einsätze zu erhalten, Anträge stellen und wenn sie viel Glück haben, kommt in ca. neun Monaten etwas Geld an.

Insgesamt existiert ein totales Missverhältnis zwischen dem für militärische Einsätze vorhandenem Geld und dem, das ziviles Peacekeeping zur Verfügung gestellt wird. So stellte die Regierung nach eigenen Angaben in 2018 4,7 Mrd. € für Abrüstung und Zivile Konfliktbearbeitung zur Verfügung, wobei sie allerdings alles Mögliche der ZKB zuordnete. Für das Bundesministerium für Verteidigung waren es 38,52 Mrd. €.


Fazit:

Zivile Konfliktbearbeitung braucht mehr Planung, mehr Zeit, mehr Bereitschaft und natürlich auch mehr Finanzmittel, damit die gewaltfreie Konfliktbearbeitung noch erfolgreicher wird.

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Die PowerPoint- Bilder zum Vortrag

Frau Dr. Schweitzer hat uns freundlicherweise die Bilder zum Vortrag zur Verfügung gestellt, die wir in der folgenden "Diashow" wiedergeben. Den Bildwechsel können Sie selber bestimmen durch einen Mausklick in das Bild. Nach 90 Sekunden wechselt das Bild automatisch. Die Bildnummer wird unten eingeblendet.



Die Bilder zum Vortrag



Das Manuskript zum Vortrag

Auf den folgenden sieben Seiten ist das Manuskript, das diie Referentin zur Veröffentlichung freigegeben hat, dargestellt. Damit auch die Verweise erkennbar bleiben, wurden die einzelnen Vortragsseiten als vergrößerbare Bilder dargestellt.

Wenn Sie eine der folgenden Seiten aufrufen, können Sie durch Mausklicks in die Seite diese lesbar vergrößern. Zum Aufrufen der nächsten Seite löschen Sie bitte die vergößerte Seite.



Manuskript Seite 1



Manuskript Seite 2



Manuskript Seite 3



Manuskript Seite 4



Manuskript Seite 5

Manuskript Seite 5



Manuskript Seite 6



Manuskript Seite 7



________Ende der Matinee______nach oben_____



Mitgliederversammlung am 11.10.2018

Am 11. Oktober fand die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Die Satzung des TQT verlangt einmal im Jahr eine Versammlung, zu der alle Mitglieder des TQT eingeladen werden; aber auch Gäste sind herzlich willkommen.

In der Versammlung legte der Vorstand Rechenschaft ab über das vergangene Jahr. Da alle zwei Jahre der Vorstand neu gewählt wird, standen in dieser Versammlung auch Neuwahlen an.

Sobald ein Bericht vorliegt, werden wir ihn auf dieser Website veröffentlichen.



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Politisches Gebet am 25.10.2018

Das politische Gebet vom 25. September 2018 im Caspar-Olevian-Saal nahm das "Karl- Marx-Jahr" zum Anlass, über Parallelen zwischen Marx und den Propheten nachzudenken unter der Überschrift:

" Marx und die Propheten "

Wir wollen Marx nicht vereinnahmen.

Karl Marx steht in der Tradition der Aufklärung und des neuzeitlichen Atheismus. Wie Feuerbach sah er in der Religion Wunschdenken, Projektion und Illusion; Epikur, über den Marx promovierte, hatte gesagt: Die Götter entstehen aus Furcht und Unwissenheit.

Was hat das mit den jüdischen Propheten zu tun, jenen Männern und Frauen, die ihre Hoffnung ganz auf Gott setzten?

Es gibt Überschneidungen und Schnittmengen. Verkürzt: die Propheten waren die Journalisten ihrer Zeit. Sie machten das soziale Unrecht öffentlich und sagten die katastrophalen Folgen voraus. Ihre Reden sind nicht weniger kritisch und radikal als das Kommunistische Manifest von Marx.

Vor allem proklamierten die Propheten in ihrer religiösen Umwelt einen Gegenentwurf:

Ihr Gott ist keine Ordnungsmacht, sondern Befreier der Unterdrückten; ihn verehren heißt Gerechtigkeit üben. Marx seinerseits redet nicht von Gott, aber seinem Urteil über die Religion hätten die Propheten zugestimmt:

Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur.



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Das TQT arbeitet beim Politischen Gebet in Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde, Trier
Katholischen Studierenden Jugend (KSJ)
und mit Pax Christi, Trier



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Ist Gott noch zu retten?

Matinee vom 18. November 2018
Referent: Detlef Hein, Wittlich

Eine kurze Zusammenfassung von Detlef Hein

Der Glaube an Gott als Schöpfer ist ins Wanken geraten. Selbstorganisation ohne Anstoß von außen wird als Grundlage der Entwicklung von Kosmos und Evolution geltend gemacht. Dabei schließen sich Spiritualität und Evolution nicht aus, wenn man den Menschen als spirituelles Wesen in die Evolution einbezieht (C.F. v Weizsäcker).



Detlef Hein während des Vortrags

Nach Lehre der Quantenphysik ist Materie nicht aus Materie zusammengesetzt. Jenseits davon ist kein Stoff, nur noch Form, Gestalt, Beziehung. Haben Religionen das geahnt? Nichts ist beständig, lehrt der Buddhismus. "Am Anfang war das (Wirk-)Wort" heißt es in Joh. 1,1.

Mystik und Quantenphysik erscheinen wie zwei Seiten einer Medaille. Mystiker bezeugen als tiefste Erfahrung die letzte Wirklichkeit als Ganzheit, als das EINE. Menschliche Sprache kann die Erfahrung nicht einfangen. Negative Formulierungen ("Was kein Auge gesehen, was kein Ohr gehört hat") finden sich in allen Religionen, deren Wesenskern in der mystischen Erfahrung liegt. Liebe und Güte resultieren aus der Erfahrung.

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Das Manuskript zum Vortrag finden Sie im Archiv,
und den Ankündigungstext samt Vita HIER im Archiv



Eine kleine Diashow zur Matinee



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Karl Marx zum 200. Geburtstag -

Matinee am 21. Oktober 2018 mit Prof. Dr. Rudolf Hickel, Bremen
Karl Marx zum 200. Geburtstag: Seine Kapitalismuskritik zu studieren lohnt

Ein Bericht von Norbert Bogerts



Karl Marx

Prof. Dr. Hickel leitete den Lehrstuhl „Politische Ökonomie“ an der Universität Bremen; eine Disziplin, die es heute – wie er sagt - nicht mehr gibt, da der Lehrstuhl jetzt „Neue Politische Ökonomie“ heißt. Diese „neuen“ Ökonomen sehen den Staat im Gegensatz zum Markt als kontraproduktiven Geldverschwender. Zu diesem Problemkreis existiert ein großes Defizit an Universitäten und in den Medien.

Der 14.9.1867 war ein wichtiges Datum: Es erschien Band 1 des „Kapitals“: „Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie: Erster Band: Der Produktionsprozess des Kapitals“. Karl Marx hatte daran 40 Jahre gearbeitet. Nach Engels ist dieser Band „die Bibel der Arbeit“. Engels hat nicht nur die Bände 2 und 3 nach Marxens Tod bearbeitet und herausgegeben, sondern auch schon am ersten Band mitgearbeitet. Es gibt diesen ersten Band in unterschiedlichen Textausgaben; die neueste und beste ist 2007 von Thomas Kuczynski bearbeitet und herausgegeben worden. Aber wer hat schon die drei Bände gelesen? Die allermeisten nicht; allenfalls bis S. 95 des ersten Bandes der MEW; dennoch hat dieses Werk die Welt verändert und es wurde in vielen Varianten interpretiert. In der DDR z.B. wurden Historischer und Dialektischer Materialismus systemtreu interpretiert. Aber den Untertitel „Kritik der politischen Ökonomie“ darf niemand übersehen.

Marx hat viele Ökonomen studiert (u.a. Malthus, Ricardo, Adam Smith). Allerdings ist er arrogant und hart mit anderen Analysten des aufstrebenden Kapitalismus umgegangen. Für ihn waren das „Vulgärökonomen“ (z.B Jean-Baptiste Say [1767bis 1832], französischer Ökonom, Vertreter der klassischen Nationalökonomie). Auch heutige „Vulgärökonomen“, auch als „Harmonisten“ bezeichnet, predigen die Selbstheilungskräfte des Marktes, halten Krisen deshalb eigentlich für ausgeschlossen, oder wenn es mal welche gibt, seien sie durch Einwirkungen von außen, z. B. der Gewerkschaften, verursacht. Zu den Vulgärökonomen gehören z. B. Milton Friedman (1912 – 2006; zusammen mit Friedrich August von Hayek Wegbereiter und Meisterdenker des Neoliberalismus) oder auch unser Finanzminister Olaf Scholz.

Lohnt sich die Auseinandersetzung mit Karl Marx? Ja!
Ist der Missbrauch seiner Theorie zu rechtfertigen? Nein!

1990 wurden selbst ernannte Marxisten vom Sockel heruntergenommen. Diese „Marxisten“ (Leninisten, Stalinisten, Maoisten usw.) sind die schlimmsten „Marxisten“, denn sie haben mit Marx nichts zu tun.
Diejenigen, die das Herrschaftssystem der DDR rechtfertigten, haben nichts von Marx verstanden. Auch der chinesische Kapitalismus ist eine Fehlinterpretation von Marx.

Es gibt nicht „den“ Kapitalismus, sondern viele regionale und historische Varianten.
In den USA gab es die „Chicago Boys“, von Hayeks und Friedmans Ideen inspiriert; waren sie von der Überlegenheit freier Märkte überzeugt, die sie durch Privatisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen in Pinochets Chile realisierten. Aber die USA haben auch deren hervorragende wirtschaftswissenschaftliche Kritiker hervorgebracht wie z. B. William Dawbney „Bill“ Nordhaus (* 1941) und Joseph E. Stiglitz (* 1943); in Deutschland haben wir hier eher eine Fehlanzeige („Beförderungsmechanismus“).

Zur Überwindung kapitalistischer Krisen hat bei uns die Soziale Marktwirtschaft beigetragen. Ihre Grundprinzipien sind:

Kein Lohnabhängiger (er ist abhängig vom Produktionsmittelbesitzer) darf ausgebeutet werden. Dafür gibt es den Sozialstaat, der ihn z.B. bei Arbeitsplatzverlust auffängt. Die Agenda 2010 incl. Hartz IV steht im Widerspruch zur Sozialen Marktwirtschaft (die auch von der katholischen Soziallehre inspiriert war; z. B. von Friedhelm Hengsbach, * 1937, Jesuit, Ökonom und Sozialethiker). Die Agenda 2010 führte – gewollt – zum stark zunehmenden Niedriglohnsektor. Der dümmste Satz zur Rechtfertigung der Agenda stammt vom damaligen SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, der sagte, jede Arbeit sei besser als Arbeitslosigkeit. Dumm ist dieser Satz, da es in der sozialen Marktwirtschaft um gute, tarifgebundene Arbeit geht und nicht um schlechte Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor.
Sozialgesetzgebung, z. B. Riesterrente
Die Riesterrente widerspricht der sozialen Marktwirtschaft, da sie auf privater Kapitalvorsorge beruht. Kein Lohnabhängiger darf dazu verdonnert werden, durch Eigenmittel für die Rente vorzusorgen. Im Prekariat ist kein Lohnabhängiger mangels Arbeitseinkommens dazu in der Lage.

Die Antwort auf kapitalistische Krisen war die Soziale Marktwirtschaft. Hier haben wir mittlerweile einen Rückschritt, da die soziale Vernunft unterbrochen wurde.
Welche Antworten hat Karl Marx?
Er hat den Kern der Anatomie des Kapitals analysiert:

Die Arbeit ist die einzige Wertschöpfungsquelle. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit existiert auch heute noch. Der Tauschwert (er bezeichnet das Verhältnis, in welchem Waren auf Märkten gegeneinander ausgetauscht werden) ist niedriger als der Gebrauchswert (er bezeichnet die gesellschaftliche oder individuelle Nützlichkeit eines Gutes); aus dieser Differenz ergibt sich der Profit. Der Mehrwert ist die Differenz zwischen dem Wert der Lohnarbeit und dem gezahlten Lohn (Kapitalakkumulation).Ist die Ausbeutung vorbei? Sie ist es erst dann, wenn die Mehrheit nicht auf Arbeitseinkommen angewiesen ist (wenn sie also z. B. entsprechende Renten bzw. Kapitaleinkommen hat).
Bisher bleibt die Abhängigkeit der Lohnempfänger; deshalb ist ein Tarifvertragssystem für alle Lohnempfänger unverzichtbar.

Die Entwicklungstendenz zur Konzentration und zur Zentralisation sind dem Kapitalismus immanent.
Marx ist der Entdecker der volkswirtschaftlichen Kreislaufanalyse (Wirtschaftskreislauf).
Marx hat den tendenziellen Fall der Profitrate analysiert. Aber er hat auch die Gegentendenzen erkannt, was von heutigen Kritikern gern übersehen wird. Er hat erkannt, dass, wenn alle Unternehmer betriebswirtschaftlich optimal handeln, es am Ende dennoch zur Krise kommt. Das ist die sog. „Rationalitätsfalle“. Sieht der Unternehmer die Zukunft nicht optimistisch, wird er nicht investieren, weniger produzieren. Das machen die anderen Unternehmen genauso. Profit und Kaufkraft sinken; es kommt zur Krise, zur Depression wie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. John Maynard Keynes (1883 – 1946) hat diese Erkenntnis weiterentwickelt und gelehrt, dass, um die Krise zu bewältigen, nur der Staat übrig bleibt: Er muss investieren, also sich verschulden: Keynes bezeichnete dies als „deficit spending“ zur Initialzündung des Aufschwungs) .

Vor diesem Hintergrund ist die Schuldenbremse ein maximaler Blödsinn; hätte der Staat sich verschuldet durch Investitionen in z.B. die Infrastruktur, würden die positiven Auswirkungen aus der Verschuldung die negativen deutlich übersteigen.
Vom Produktions- zum KasinokapitalismusGeldkapital wurde der Produktion entnommen und ging in die Finanzmärkte. Geld kann nicht aus sich heraus arbeiten. Aber wo sollte das Vermögenskapital angelegt werden? Es wurde in zwielichtige Papiere und Finanzdienstleistungen gesteckt. Aber auch auf den Finanzmärkten gibt es Verwertungsgrenzen. So kam es 2008 zur entsprechenden Banken- und Wirtschaftskrise.

Um zukünftige zu verhindern wäre eine effiziente Bankenregulierung erforderlich. Dies hat bisher der äußerst mächtige und effiziente Finanzmarktlobbyismus verhindert.
Natur und Umwelt im KapitalismusIm 19. Jahrhundert waren die Grenzen des Wachstums noch nicht sichtbar. Die Natur wurde (und wird oft noch heute) als Gratisproduktivkraft gesehen. Dies ist ein katastrophaler Fehler. Kommt es durch eine Umweltkrise zum endgültigen Fall des Kapitalismus?
Ableitbare Erkenntnisse zu neuen ThemenDie Globalisierung wurde bisher fast ausschließlich positiv gesehen, da sie vielen Wohlstand brachte. Sie führte aber gleichzeitig zu einer Vertiefung des Gegensatzes zwischen Arm und Reich, zum Niedriglohnsektor, zur Bildung des Prekariats. Dadurch entstanden in der Mittelschicht große Ängste vor Arbeitsplatzverlust, also Abstiegsängste, die immer, so auch z. Zt., zu politischen Verschiebungen nach rechts führen.

Fazit: Es geht darum, die Selbstzerstörung des Kapitalismus ernst zu nehmen, sie zu analysieren und die Analyse- Ergebnisse als Auftrag an die Politik zu geben.



Je mehr die „Anatomie des Kapitalismus“ nach Marx begriffen und angenommen wird, umso größer sind die Chance, mit einer aktiven Politik die selbstzerstörerischen Tendenzen zu vermeiden. Ich nenne das eine „self-defeating prophecy.“ (Hickel)

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Den Ankündigungstext aus dem Programmflyer samt Vita finden Sie HIER im Archiv.



Prof. Dr. Hickel während des Vortrags

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18 Jahre TQT und 12 Jahre TQT e.V.

Im Jahr 2000 hatte der Religionslehrer und Priester Hermann Münzel die Idee, eine "Arbeitsgemeinschaft Theologisches Quartett" zu gründen. Dazu schrieb er am 17.07.2000 insgesamt 18 Menschen an mit der Bitte, in dieser Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. Drei der acht heutigen Vorstandsmitglieder sind seit der ersten Stunde dabei.

Im Jahr 2000 fand die erste Matinee mit dem französischen Bischof von Partenia, Jacques Gaillot nach dem Muster eines Quartetts statt: Nach dem Vortrag diskutieren zunächst die Referentin/der Referent und drei weitere "Fachleute" an einem Podium über das Thema. Anschließend werden die Zuhörerinnen und Zuhörer in das Gespräch einbezogen.

Als im Jahr 2006 der Gründer Hermann Münzel starb, führten die Freunde das TQT als Erbe weiter und gründeten den Verein "Theologisches Quartett Trier e.V.", der nun schon seit über 12 Jahren gut besuchte Matineen anbietet.

Wegen der starken Beteiligung der Zuhörerinnen und Zuhörer an den Diskussionen wurde inzwischen auf die vorangestellte Podiumsdiskussion verzichtet.

Das TQT besteht seit seiner Gründung nun 18 Jahre und als Verein schon 12 Jahre. In dieser Zeit wurden jedes Jahr sechs oder sieben Matineen organisiert, insgesamt bereits über 100 Matineen. Das Archiv weist alle Matineen seit 23. 09. 2001 nach, und seit November 2006 werden im Archiv auch die Vortragskurzfassungen oder auch Manuskripte aufbewahrt, die Sie dort nachlesen können.



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