Politisches Gebet am 14. Mai 2013

Es war ein Vorschlag aus der Mitgliederversammlung und zunächst ein Versuch des TQT, neben den Matineen auch andere Veranstaltungsformen im Sinne des TQT's anzubieten. So entwarf der Vorstand des TQT die Idee und den groben Rahmen eines "Politischen Gebetes", das dann aber von einem eigenen Arbeitskreis vorbereitet werden sollte. Überraschend schnell wurde dieser Arbeitskreis gefunden, der mit hoher Kompetenz Inhalt und Ablauf vorbereitete. Als Ort wurde - in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Trier - der Caspar-Olevian-Saal gewählt.

Zum Thema "Migration und Flucht" (Trier beherbergt in der Dasbachstraße ein Auffanglager für Asylbewerber) wurde auf den Bibeltext "...denn auch ihr seid fremd gewesen" (3. Mose / Lev. 19,34) Bezug genommen.

Fast 40 Personen waren zu diesem Politischen Gebet gekommen, das in einem liturgischen Rahmen eine Verbindung von Glauben, Spiritualität und politischem Denken ermöglichen will. Das Echo war sehr positiv, so dass das TQT ermutigt wurde das Politische Gebet wieder anzubieten.



_______________nach oben_______________



Politisches Gebet am 21.11.2017

Thema:
Klimawandel – auch unser Wandel?
Wetterkatastrophen weltweit weisen deutlich auf einen bereits begonnenen Klimawandel hin.

Streng wissenschaftlich konnte zwar noch nicht zweifelsfrei bewiesen werden, dass am Klimawandel der Mensch beteiligt ist. Doch wir ahnen, dass wir durch den maßlosen Umgang mit der Natur und den Mitgeschöpfen am Klimawandel und seinen Folgen beteiligt sind.

Muss nicht diese Einsicht auch zu einem Wandel in uns, in unserem Handeln führen?

In Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde, Trier,Katholischen Studierenden Jugend (KSJ),
und mit Pax Christi, Trier



_______________nach oben_______________



Politisches Gebet am 25.10.2018

Das politische Gebet vom 25. September 2018 im Caspar-Olevian-Saal nahm das "Karl- Marx-Jahr" zum Anlass, über Parallelen zwischen Marx und den Propheten nachzudenken unter der Überschrift:

" Marx und die Propheten "

Wir wollen Marx nicht vereinnahmen.

Karl Marx steht in der Tradition der Aufklärung und des neuzeitlichen Atheismus. Wie Feuerbach sah er in der Religion Wunschdenken, Projektion und Illusion; Epikur, über den Marx promovierte, hatte gesagt: Die Götter entstehen aus Furcht und Unwissenheit.

Was hat das mit den jüdischen Propheten zu tun, jenen Männern und Frauen, die ihre Hoffnung ganz auf Gott setzten?

Es gibt Überschneidungen und Schnittmengen. Verkürzt: die Propheten waren die Journalisten ihrer Zeit. Sie machten das soziale Unrecht öffentlich und sagten die katastrophalen Folgen voraus. Ihre Reden sind nicht weniger kritisch und radikal als das Kommunistische Manifest von Marx.

Vor allem proklamierten die Propheten in ihrer religiösen Umwelt einen Gegenentwurf:

Ihr Gott ist keine Ordnungsmacht, sondern Befreier der Unterdrückten; ihn verehren heißt Gerechtigkeit üben. Marx seinerseits redet nicht von Gott, aber seinem Urteil über die Religion hätten die Propheten zugestimmt:

Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur.



___________________________________
Das TQT arbeitet beim Politischen Gebet in Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde, Trier
Katholischen Studierenden Jugend (KSJ)
und mit Pax Christi, Trier



_______________nach oben_______________



Politisches Gebet am 20.03.2019

Frieden gibt es nur im Plural

Sie mögen denken: „Schon wieder das Thema Frieden“. Ja, es ist ein Dauerbrenner, so lange es Kriege gibt.

Aber ist es nicht notwendig, den alten Menschheitstraum wach zu halten, bis er wahr geworden ist?

Das Thema wurde von zwei Ereignissen, die 100 und 80 Jahre zurückliegen, angeregt:

1919: Der Versailler Vertrag und weitere Verträge haben eine neue Weltordnung geschaffen, neue Staaten, neue Grenzen, neue Verfassungen. Eine Vielzahl von Krisen und Konflikten blieb ungelöst. Die „Urkatastrophe“ des 1. Weltkriegs setzte sich fort in Revolutionen, Bürgerkriegen, Grenzstreitigkeiten und Vertreibungen –

bis zum neuen Krieg 1939.

Wenn die Waffen schweigen, beginnt die Friedensarbeit. Der Friedensforscher Johan Galtung unterscheidet einen negativen und einen positiven Frieden. Ersterer besteht in der Abwesenheit von Gewalt, der positive Frieden aus den Elementen, die den Frieden erst ermöglichen. Der Frieden braucht Bausteine, von der sozialen Gerechtigkeit bis zur Demokratie; und die Baustelle ist nie geschlossen. Friede ist keine Einzelaktion, sondern ein Dauerunternehmen und Dauerlernprozess für alle.




In Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde, Trier,
Katholischen Studierenden Jugend (KSJ),
und mit Pax Christi, Trier